“61 Prozent der Österreicher zwischen 65 und 75 Jahren waren noch nie im Internet”

Die Großeltern tun es. Die Eltern vielleicht sogar öfters. Zarte Annäherungen an das Mysterium Internet.

Wenn Emails sich nicht öffnen lassen oder Googles erste 10 Treffer nicht das gewünschte Ergebnis liefert, ist der Griff zum Handy nicht mehr weit und der Sohn oder die Tochter muss einspringen.

In langsamen Schritten nähern sich ältere Menschen dem Internet und Mobile Devices an. Am Willen und Eifer das WWW zu entdecken fehlt es nicht. Wie kann man denn sonst mit seinem Enkerl oder Kind kommunizieren, die nie Zeit haben?

Während die Jugend spielerisch mit elektronischen Medien hantiert, ist es für die ältere Generation in etwa so, als würden sie Chinesisch lernen.

Eine Brücke zwischen den Generationen

Mit dem Startup qualitaetszeit.at gründeten Daniela Weinholtz und Kornelius Pesut 2013 ein Projekt um diesen Gap zwischen Alt und Jung zu verkleinern.

Den Social Impact Award 2015 und ein Stipendium für den Social Impact Start (SIS) konnten die beiden als erste große Erfolge verbuchen.

Erfahrung mit dem Thema können die beiden genug aufweisen. Waren sie doch Trainer beim “A1 Internet für alle Campus”. Dort hatten sie die Möglichkeit die Teilnehmer jeden Alters für die digitale Welt fit zu machen.

Digital Coach als Jobchance für die jungen Digital Natives

Die Gründer hatten noch einen weiteren Plan mit ihrem Projekt. Den Fokus nicht nur auf die ältere Generation setzen, sondern auch auf die Jugend war den beiden ebenfalls ein Anliegen.

In 2-tägigen Workshops wollen Daniela und Kornelius jungen Interessierten zeigen, wie man die ältere Generation als “Digital Coach” in der elektronischen Welt unterstützten kann und dabei auch noch Geld verdient. Einzelcoachings mit Senioren sollen mit 25 bis 35 Euro vergütet werden.

Der Workshop bietet Jugendlichen die Chance einen Job zu machen der ihnen leicht fällt. Gegen die derzeitige Orientierungslosigkeit bei der Jobsuche der jungen Menschen wird ebenfalls gesteuert.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für das Trainingskonzept der “Digital Coaches” auf Hochtouren.

Das SIS als idealer Support

Im Impact Hub Gespräch erzählten sie uns von ihren weiteren Plänen und den Erfolg des SIS-Awards:

Daniela und Kornelius wollten loslegen, Macher sein.  Mit der Bewerbung beim SIS wollten die Medienpädagogin Daniela und der Mediendesigner Kornelius ihr Projekt in die Welt loslasssen. Neben ihren normalen Jobs war der Plan viel Erfahrung mit Startups zu sammeln.

Paysafecard konnte mittlerweile als Sponsoring-Partner gewonnen werden. Mit diesem starken Partner haben sie finanziellen Support gesichert und ein Netzwerk in Marketing und Buchhaltung aufgebaut.

Mit den Nebenwirkungen eines SIS-Awards haben Daniela und Kornelius überhaupt nicht gerechnet. Ihr Baby qualitaetszeit.at muss laufend vor potenziellen Investoren und Jurys vorgetragen werden. Je mehr sie über ihr Projekt sprachen, desto mehr nahm sie Gestalt an. qualitaetszeit.at wurde dadurch greifbarer und realer.

Am meisten treibt sie das “Dankeschön” ihrer Kunden an, gefolgt von einem “großen Lächeln” nach einer Coaching-Einheit, so die beiden SIS-Gewinner.

Erfolge und Kooperationen garantiert

Durch qualitaetszeit.at will das Medien-Duo nicht nur die digitale und gesellschaftliche Kluft zwischen alten und jungen Menschen verringern, sondern auch Jobs schaffen. Ihr Projekt bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten und besitzt das Potenzial zu wachsen.

Mit dem Eifer, den Daniela und Kornelius an den Tag legen werden zukünftige Partnerschaften wohl  nicht mehr lange auf sich warten.

Kai Wichmann

Kai Wichmann

Kai first joined Impact Hub Vienna as a member in 2012. This April he joined the team in support of PR and communication. He loves things like good storytelling and Vietnamese Bánh mì.

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kai.wichmann@impacthub.net