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[External Event] windrichtungen: Demokratieprojekt Erneuerbare Energien

Regionalisierung und Bürgerbeteiligung – Vom zentralen Strommarkt zum regionalen Wirtschaftsfaktor

Mit dem Beginn der Strommarktliberalisierung im Jahr 2000 und dem gleichzeitigen Durchstarten der erneuerbaren Energien in Deutschland und Österreich begann eine zunehmende Dezentralisierung der Energieversorgung. Es gibt heute wesentlich mehr und unterschiedliche Energieerzeuger als noch vor 26 Jahren. Parallel sind auch die Möglichkeiten der Beteiligung der Bürger gewachsen. So gibt es heute tausende Menschen, die an der Energieerzeugung direkt beteiligt sind. Unzählige Firmen sind dezentral in vielen Gemeinden und Regionen Österreichs entstanden. Gerade die Windenergie ist, als Gipfelkreuz der Energiewende, ein sichtbares Zeichen dieser Regionalisierung. In vielen Regionen Österreichs haben Windenergieprojekte mit umfassender Bürgerbeteiligung, was die Projektumsetzung aber auch die direkte finanzielle Beteiligung betrifft, dazu beigetragen, dass erneuerbare Energien lokal wahrgenommen werden. Regionale Unternehmen mit hoher lokaler Wertschöpfung und Innovationskraft sind entstanden und arbeiten mittlerweile weltweit an der Energiewende mit.
Wirkungen der dezentralen Energiewende.
Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (Berlin) setzt sich mit genau diesem Themenkomplex auseinander und erforscht, wie sich die Regionalisierung auf Bürger, Wirtschaftskreisläufe und die Nachhaltigkeit auswirkt. Dr. Bernd Hirschl forscht seit mehreren Jahren auf diesem Sektor in Deutschland und gibt einen Einblick in die bisherigen Ergebnisse der transdisziplinären Forschung zur Relevanz regionaler Energieversorgungsstrukturen. Gemeinsam wird hinterfragt, ob Europa, Deutschland und Österreich noch auf dem richtigen Kurs zur Erreichung einer nachhaltigen und klimaorientierten Energieversorgung sind und welche Auswirkungen die derzeitige politische Ausrichtung in den nächsten Jahren haben wird.